Totenhaus von Tesperhude
archäologische Stätte in Deutschland
Das Totenhaus von Grünhof-Tesperhude ist ein bronzezeitliches Grabmal aus dem 12. Jahrhundert vor Christus, das sich in Schleswig-Holstein, im Kreis Herzogtum Lauenburg, nahe den Stadtteilen Grünhof und Tesperhude befindet. Es liegt an der Elbe und wurde 1932 entdeckt. Die Ausgrabung fand 1933 unter Leitung von Karl Kersten statt. Es handelt sich um ein rechteckiges Grab mit zwei Grabmulden, in dem eine junge Frau und ein Kind bestattet waren. Das Totenhaus ist ein Beispiel der Lüneburger Gruppe, die in der Bronzezeit von etwa 1500 bis 1100 v. Chr. existierte. Es zeigt Verbindungen zur älteren Bronzezeit und ist Teil der mittleren Bronzezeit. Die Sage der Ortsbewohner über Feuer am Hügel stimmt mit dem archäologischen Befund überein und belegt eine mündliche Überlieferung von über 3200 Jahren. Im Totenhaus befanden sich Baumsärge und ein hölzernes, lehmverputztes Gebäude, das bei der Bestattung verbrannt wurde. Danach wurde ein Erdhügel aufgeschüttet. Die Struktur ist rechteckig, etwa 3,60 m breit, und wurde mit Pfostenlöchern versehen. Die Grabstätte ist Teil der selteneren Form bronzezeitlicher Grabbaus und zeigt eine Doppelbestattung, die in Norddeutschland selten ist.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Schleswig-Holstein
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