Roc de Courroux
Archäologische Stätte in Courroux im Kanton Jura, Schweiz
Der Roc de Courroux ist eine Felskanzel mit einer Höhe von 837 Meter über Meer auf dem Gebiet von Courroux. Sie liegt oberhalb des Flusses Birs und ist Teil des Kantons Jura in der Schweiz. Die Felsformation ist durch ihre strategische Lage und Spuren von Trockenmauerwerk aus der Zeit zwischen 1100 und 800 v. Chr. bekannt. Gegenüber der Schlucht befindet sich die Chapelle du Vorbourg, getrennt durch den Fluss. Der Fundort wurde 1840 von Auguste Quiquerez entdeckt und seitdem erforscht. Bekannt ist die Stelle für ihre reiche Keramiksammlung, die gut erhalten ist. Zu den Funden gehören spätlatènezeitliche und frühhallstattzeitliche Gefäße mit geometrischem Rädchendekor sowie Krüge mit Fingertupfen- oder Spateldekor. Daneben wurden Mahlsteine, Spinnwirtel, Tierknochen und Webgewichte gefunden. Selten sind Bronzefunde wie Messer, Nadeln, Pfeilspitzen und Ringe. Die Felskanzel bietet einen Blick auf die umliegende Landschaft und ist von der Schlucht und der Chapelle du Vorbourg umgeben. Die Terrassen sind nach Süden ausgerichtet und zeugen von Besiedlung bereits in der späten Bronzezeit. Die Lage ermöglichte eine gute Sicht und eine strategische Position, was die Bedeutung des Ortes unterstreicht. Die Umgebung umfasst den Fluss Birs und die Region des Kantons Jura.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Courroux
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
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