📷 Bild: Wikimedia Commons
Ostsee-Grenzturm Kühlungsborn
historischer Grenzposten der DDR
Der Ostsee-Grenzturm Kühlungsborn ist ein ehemaliger Wachturm der Grenzbrigade Küste der DDR. Er wurde 1972 in Kühlungsborn Ost gebaut und stand in der Nähe der Strandpromenade und der Seebrücke. Der Turm war Teil der 27 See-Grenzbeobachtungstürme an der DDR-Ostseeküste, von denen nur zwei erhalten blieben. Der andere erhaltene Turm steht in Börgerende. Der Turm diente der Beobachtung von Schiffsbewegungen und Fluchtversuchen. Die vier Mann starke Besatzung konnte bis zu 12 Seemeilen weit absuchen. Nachts wurde der Nahbereich durch einen Suchscheinwerfer beleuchtet. Die Kanzel war mit einer Funkanlage, einem Notstromaggregat und einer Heizung ausgestattet. Die Soldaten protokollierten Verdachtsmomente und meldeten sie über das Grenzmeldenetz. Die Patrouillen wurden durch mobile Suchscheinwerfer und Einsatzfahrzeuge unterstützt. Der Turm wurde 1990 durch einen Förderverein vor dem Abriss bewahrt und 1991 zum historischen Denkmal erklärt. Er ist in der Liste der Baudenkmale in Kühlungsborn verzeichnet. Im Turmschaft sind Fluchtutensilien und Berichte von Geflüchteten ausgestellt. Neben dem Turm gibt es ein kleines Museum mit Gegenständen aus Fluchtversuchen und Ausrüstung der Soldaten. Schautafeln erläutern verschiedene Fluchtversuche, darunter die von Peter Döbler und Bernd Böttger.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Kühlungsborn
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Mecklenburg-Vorpommern
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