Contiomagus
archäologische Stätte in Deutschland
Contiomagus war ein gallorömischer Vicus bei Pachten, heute Teil der Stadt Dillingen/Saar. Er lag an wichtigen Fernstraßen und einer Furt der Saar, was den Handel und den Aufbau der Siedlung förderte. Die römische Besiedlung begann um 10 v. Chr. und dauerte bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. Die Region gehörte zur gallischen Provinz Belgica und war Teil des Treverergebietes, das sich langsam der römischen Kultur anpasste. Die Entwicklung von Contiomagus hing stark vom Handel ab. Auf der Saar gab es Handelsschifffahrt, und Pachten war ein wichtiger Handelsort. Im 3. Jahrhundert wurde der Ort von den Germanen bedroht, und 275/276 zerstörten die Franken die Siedlung. Nach dem Wiederaufbau entstand ein Kastell, das bis ins 5. Jahrhundert bestand. In der Region wurden zahlreiche römische Funde entdeckt, darunter Tempel, Theater, Villen und ein großes Gräberfeld mit über 500 Gräbern. In Pachten wurden Weihesteine, darunter der Contiomagus-Stein und der Merkurstein, gefunden. Der Merkurstein stammt aus dem 2. Jahrhundert und trägt eine Inschrift, die auf die Verehrung des Gottes Merkur hinweist. Der Contiomagus-Stein war Teil eines Kastells und zeigt eine sitzende Göttin. Zudem wurden römische Villen mit Hypokaustenheizung und Mosaikfußböden sowie ein christliches Grab mit Christusmonogramm entdeckt. Die römische Kultur hatte sich bis in die Spätantike in Pachten verankert.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Dillingen/Saar
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