Schellenberger Eishöhle
Die Schellenberger Eishöhle im Untersbergmassiv ist die größte Eishöhle Deutschlands und die einzige, die als Schauhöhle erschlossen wurde. Sie liegt auf 1.570 Metern Höhe über Marktschellenberg im Berchtesgadener Land. Das Eis im Inneren umfasst geschätzte 60.000 Kubikmeter und erreicht Mächtigkeiten von bis zu 30 Metern. Es entsteht, weil kalte Winterluft in die Höhle sinkt und im Sommer nicht entweicht – ein Effekt, der nur bei bestimmter Gangform funktioniert und erklärt, warum es unter den vielen Karsthöhlen der Kalkalpen so wenige Eishöhlen gibt. Erforscht sind 3.621 Meter, für Führungen zugänglich sind 500 Meter. Der Besuch ist eine Bergtour und kein Abstecher. Von Marktschellenberg aus geht man zweieinhalb bis drei Stunden über die Toni-Lenz-Hütte hinauf; wer die Untersberg-Seilbahn nimmt und über den Thomas-Eder-Steig geht, braucht anderthalb bis zwei Stunden. Die Führung selbst dauert 40 bis 45 Minuten und verläuft auf gesicherten Holzstegen und Treppen; eigenständiges Erkunden ist ausgeschlossen. Geöffnet ist die Höhle nur im Sommerhalbjahr, etwa von Ende Mai bis Anfang Oktober. Warme Kleidung und feste Bergschuhe sind Pflicht.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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