Benediktinerkloster Konradsburg, Ermsleben (später Kartäuser)

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Benediktinerkloster Konradsburg, Ermsleben (später Kartäuser)

Burg in Falkenstein/Harz, Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt

Die Konradsburg ist eine Höhenburg bei Ermsleben im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Sie liegt nordöstlich des Harz im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt, etwa sechs Kilometer westlich von Aschersleben und zwei Kilometer südlich von Falkenstein. Die Burg steht auf dem 236,2 m ü. NHN hohen Burgberg und ist von der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt verwaltet. Südlich der Burg befindet sich der Burgteich Konradsburg. Die Konradsburg war ein bedeutendes geistiges und wirtschaftliches Zentrum. Sie wurde 1133 in ein Benediktinerkloster umgewandelt und 1477 von Kartäusern übernommen. Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster niedergebrannt, und die Mönche gaben es 1526 auf. 1712 wurde die Burg als Domäne landwirtschaftlich genutzt, wobei das Brunnenhaus und der tiefe Brunnen aus dem 18. Jahrhundert erhalten blieben. Nach 1945 begann eine kurze landwirtschaftliche Nutzung, doch der Verfall setzte in den 1970er Jahren ein. Die Burganlage beherbergt Reste der romanischen Basilika mit erhaltenem Chor und Krypta. Die Krypta ist eine fünfschiffige Halle mit kreuzgratgewölbten Decken und gotischen Kapitellen. An der Kirche lassen sich noch Ost- und Nordflügel des Klausurbereiches erkennen. Der Förderkreis Konradsburg e. V. kümmert sich seit 1982 um die Burg und hat sie teilweise wieder zugänglich gemacht. Der Verein wurde 1994 von UNESCO in das Projekt „Schätze der Welt“ aufgenommen und erhielt 2020 den Großen Denkmalpreis.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft, Höhenburg, Kartause
Ort
Falkenstein/Harz
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt

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