Rappenlochschlucht
Die Rappenlochschlucht ist eine rund 500 Meter lange Klamm im Ebniter Tal, etwa fünf Kilometer südöstlich des Dornbirner Stadtzentrums. Die Dornbirner Ach hat sich hier in die Gesteinsschichten eingeschnitten, die in der Kreidezeit vor etwa 100 bis 130 Millionen Jahren entstanden sind; die Klamm selbst bildete sich erst am Ende der Würm-Kaltzeit vor knapp 12.000 Jahren. Sie zählt zu den größten Schluchten Mitteleuropas und wird über Stege und Galerien begangen. Für den Besuch erschlossen wurde die Schlucht 1902. Brücken überspannen die Klamm bereits seit 1791, insgesamt fünf nacheinander. Zwei Felsstürze haben die jüngere Geschichte geprägt: Im Mai 2011 gingen rund 15.000 Kubikmeter Fels ab und zerstörten die damalige Brücke, im März 2020 lösten sich weitere etwa 10.000 Kubikmeter unterhalb des Provisoriums. Die heutige Brücke von Marte + Marte mit einer Spannweite von 62,63 Metern wurde im Juni 2023 eröffnet. Rappenloch- und Alplochschlucht sind frei begehbar, im Sommer gibt es zusätzlich geführte Touren von Juli bis Mitte September. Am oberen Ende liegt der Staufensee, dessen Verlandung nach dem Felssturz die Stadt zu einem Revitalisierungsprojekt veranlasst hat; das zugehörige Kraftwerk Ebensand ist seit über hundert Jahren in Betrieb. Ausgangspunkt ist das Gasthaus Gütle, von dem mehrere Wanderwege abzweigen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
In der Nähe
- Naturdenkmal Abies alba (Dornbirn-Gütle)481 m
- Granit-Findling in Dornbirn-Gütle520 m
- Kapelle Beckenmann628 m
- Kraftwerk Ebensand666 m
- Naturdenkmal Mammutbaum694 m
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