📷 Bild: Wikimedia Commons
Barbarossahöhle
Höhle in Thüringen
Die Barbarossahöhle liegt im Kyffhäuserland in Thüringen und ist eine Schlotte im Anhydrit, einem Ca-Sulfat-Mineral. Sie ist eine der beiden zugänglichen Anhydrithöhlen der Welt und die einzige Schauhöhle Westeuropas mit Anhydrit. Die Höhle umfasst weite Hohlräume, Grotten und Seen, wobei der Anhydrit durch Luftfeuchtigkeit in Gips umgewandelt wird. Dies führt zu Gipsschichten, die als Gipslappen an Decken und Wänden hängen. Die Höhle verbindet sich hydraulisch mit dem Arensbrunnen. Die Höhle wurde 1865 beim Bau eines Stollens für den Kupferschieferbergbau entdeckt und 1866 als Schauhöhle eröffnet. Sie wurde 1866 in Barbarossahöhle umbenannt und 1868 in der Literatur erwähnt. Die Höhle hat eine Grundfläche von etwa 15.000 m² und beherbergt unterirdische Seen, die aufgrund des Gipsgehalts grün schimmern. Besonders bekannt sind der sogenannte Tisch und Stuhl von Barbarossa, die aus Gipslappen bestehen. Besucher können die Höhle erkunden und die Gipsschichten sowie die Seen beobachten. Die Höhle liegt im Kyffhäusergebirge, was sie mit der Barbarossasage verbindet. Laut der Sage soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa dort schlafen, bis Deutschland vereint ist. Die Höhle ist auch in Brettspielen und Rätselmeistern thematisiert, die sich mit der Sage beschäftigen. Die Umgebung umfasst das Kyffhäuserland und die Region um Rottleben.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Schauhöhle
- Ort
- Kyffhäuserland
- Seehöhe
- 141 m
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