Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide
Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide westlich von Berlin umfasst 3.650 Hektar — etwa das Siebzehnfache des Berliner Tiergartens. Das Gelände war jahrzehntelang Truppenübungsplatz und blieb dadurch von Bebauung und Landwirtschaft verschont. Heute betreut die Heinz Sielmann Stiftung die Fläche aus lichten Wäldern, offenen Heideflächen und einzelnen Feuchtgebieten. Das Ungewöhnliche ist die Wildniskernzone von 1.860 Hektar, in der große Pflanzenfresser ganzjährig frei leben: rund 130 Wisente, 22 Przewalskipferde und etwa 100 Rothirsche. Beide erstgenannten Arten waren im 20. Jahrhundert außerhalb von Zoos ausgestorben; hier bewegen sie sich wieder in einem zusammenhängenden Lebensraum und halten durch ihren Fraß die offene Heide offen. Die Kernzone selbst bleibt unbetreten, sie ist von einem Wildniswanderweg umschlossen. Insgesamt stehen rund 55 Kilometer Wanderwege zur Verfügung, dazu Rastplätze und ein Aussichtsturm, von dem der Blick bis zum Berliner Fernsehturm reicht. Im Frühjahr und Herbst rasten Kraniche, über dem Gebiet sind Seeadler zu sehen. Für einen Rundgang mit Wildbeobachtung sollte man mehrere Stunden ansetzen, ein Fernglas ist sinnvoll, weil die Herden sich meist in Distanz halten. Ausgangspunkt ist Elstal bei Wustermark, von Berlin aus mit der Regionalbahn erreichbar.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
In der Nähe
- Dallgow-Döberitz940 m
- Truppenübungsplatz Döberitz1.9 km
- Döberitzer Heide3.5 km
- Aussichtsturm Finkenberg4.3 km
- Falkensee3.9 km
- Olympisches Dorf3.6 km
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