Gasteiner Heilstollen
Der Gasteiner Heilstollen in Böckstein bei Bad Gastein ist keine Schauhöhle, sondern eine Therapieeinrichtung in einem ehemaligen Goldbergwerk. Ein Zug bringt die Gäste rund 2,5 Kilometer weit ins Innere des Bergs, wo sich ein Klima findet, das es in dieser Kombination kaum ein zweites Mal gibt: 37 bis 41,5 Grad Celsius, eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent und ein natürlicher Radongehalt der Stollenluft. Diesem Zusammenspiel wird eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben, weshalb seit mehr als 70 Jahren Menschen aus aller Welt nach Gastein kommen. Der Stollen wurde ursprünglich zur Goldgewinnung getrieben; die therapeutische Nutzung ergab sich aus der Beobachtung der Bergleute. Vor Ort fahren die Gäste liegend oder sitzend mit dem Stollenzug ein und verbringen die Zeit an einer von fünf Stationen unterschiedlicher Temperatur, ärztlich betreut und ergänzt durch begleitende Anwendungen. Eine Einheit dauert etwa 60 Minuten; eine Kur umfasst üblicherweise acht bis zehn solcher Einfahrten über mehrere Wochen. Der Besuch ist damit kein spontaner Ausflug, sondern ein medizinisch begleiteter Aufenthalt mit vorheriger Anmeldung und ärztlicher Abklärung. Die Anlage liegt an der Heilstollenstraße 19 in 5645 Böckstein, am Talschluss des Gasteinertals.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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