SehenswürdigkeitSachsen und Thüringen

Deutsches Spielzeugmuseum Sonneberg

Sonneberg war über Jahrzehnte ein Zentrum der deutschen Spielzeugherstellung, und das Deutsche Spielzeugmuseum ist das museale Gedächtnis dieser Industrie. Gegründet wurde es 1901 vom Lehrer Paul Kuntze; es gilt als das älteste Spielzeugmuseum Deutschlands. Die Sammlung umfasst rund 100.000 Objekte, darunter etwa 60.000 Spielzeuge aus aller Welt — Thüringer Porzellanpuppen des 19. Jahrhunderts, frühe Käthe-Kruse-Puppen, Holzspielzeug, dazu Stücke aus dem alten Ägypten und der griechisch-römischen Antike. Zwei Objekte ragen heraus. Die „Thüringer Kirmes“ ist ein Schaubild von 72 Quadratmetern mit 67 lebensgroßen Figuren, das die Sonneberger Spielzeugmacher 1910 zur Weltausstellung in Brüssel beitrugen und mit dem sie dort einen Grand Prix gewannen. Daneben steht „Gulliver in Liliput“, 1843/44 aus bemaltem Brotteig geformt und schon im 19. Jahrhundert auf großen Ausstellungen gezeigt. Untergebracht ist das Museum seit 1938 in einem Gebäude, das ursprünglich für eine Industrie- und Gewerbeschule gebaut wurde. Zwischen 2012 und 2014 kam ein Erweiterungsbau hinzu, eine zweite Sanierungsstufe wurde im Herbst 2022 eröffnet. Das Haus liegt in der Beethovenstraße nahe der Innenstadt, ist ganzjährig geöffnet und ausdrücklich auf Familien mit Kindern zugeschnitten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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