Gräberfeld Bischofshofen
Gräberfeld in Bischofshofen (23213)
Das Gräberfeld Bischofshofen-Pestfriedhof liegt in Bischofshofen und ist eine bronze- und eisenzeitliche Nekropole in der Nähe des Götschenberg-Haidbergs und des roten Felsens. Es umfasst 556 Brandbestattungen mit Beigaben, die von 1300 v. Chr. bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. datieren. Die meisten Gräber stammen aus der Hallstattzeit C, wobei etwa 30 % der Gräber zerstört sind. Schätzungen zufolge wurden zwischen 750 und 600 v. Chr. etwa 600 Personen bestattet. Die Bestattungen zeigen eine Bewaffnung mit Wurf-Eisenlanzen und Bronzebeil, was ostalpiner Normen entspricht. Begleitfunde wie Fibeln stammen teilweise von südlich der Alpen, während die Keramik regional oder aus Kalktonstätten nördlich des Passes Lueg importiert wurde. Das Feld wurde von 1983 bis 1996 von Andreas Lippert wissenschaftlich erforscht und als geschütztes Bodendenkmal eingetragen. Die Nekropole bietet Einblick in die Kultur und Lebensweise der Bronze- und Eisenzeit. Die Gräber sind in der Umgebung des Götschenberg-Haidbergs und des roten Felsens angeordnet. Die Funde belegen einen kulturellen Austausch über die Alpen hinaus und zeigen die regionale sowie überregionale Bedeutung der Bestattungspraktiken. Die Ausgrabungen ermöglichen ein Verständnis der sozialen Strukturen und Handelsbeziehungen der damaligen Zeit.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gräberfeld
- Ort
- Bischofshofen
- Adresse
- Pestfriedhof
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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