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Stift Göß
ehemaliges Kloster der Benediktinerinnen in Göss, Stadtteil von Leoben, Steiermark
Das Stift Göß war eine Benediktinerinnenabtei in Göss, einem Stadtteil von Leoben. Es wurde 1004 gegründet und bis 1782 bestand. Die Abtei war eine Reichsabtei und zählte zu den wichtigsten im Habsburgerreich. Bekannt sind die Stiftskirche, die Michaelskapelle und das Brunnhöfl, das weitgehend erhalten blieb. Die ehemalige Pfarrkirche und andere Bauten westlich der Stiftskirche sind nicht mehr vorhanden. Die Abtei war über Jahrhunderte ein Zentrum für die Erziehung und Versorgung adeliger Töchter. Die erste Äbtissin war Kunigunde, Schwester des Erzbischofs Aribos. 1782 wurde das Kloster aufgehoben, und ab 1783 diente es als Sitz des Bistums Leoben. Später wurde es von der Vordernberger Radmeisterkommunität erworben, die den Forstbesitz interessierte. Die Brauerei Göss entstand 1860, als Max Kober den Betrieb übernahm. Besichtigungsmöglichkeiten umfassen die Stiftskirche aus spätgotischer Zeit, die frühromanische Krypta unter dem Chor, die frühgotischen Fresken in der Michaelskapelle sowie den Glocken- und Uhrturm der ehemaligen Andreaskirche. Der Gösser Ornat, eine romanische Seidenstickerei aus dem 13. Jahrhundert, ist heute im MAK Wien ausgestellt. Zudem ist der Josephinische Sarg aus dem 18. Jahrhundert im Schauraum des Stiftes zu sehen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Abtei, religiöse Gemeinschaft, Kloster
- Ort
- Leoben
- Adresse
- Hirschgraben 4, 6
- Erbaut
- 1020
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
In der Nähe
- Michaelskapelle1 m
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