Besucherbergwerk Markus Röhling Stolln
Der Markus Röhling Stolln bei Annaberg-Buchholz gehört zu den eindrucksvolleren Zeugnissen sächsischer Industriekultur im Erzgebirge. Der Besuch beginnt mit einer Fahrt von rund 600 Metern mit der Grubenbahn, die tief in den Berg hineinführt, bevor der Rundgang zu Fuß weitergeht. Die Anlage entstand im 16. Jahrhundert als St.-Anna-Stolln und diente zunächst der Wasserlösung, also der Entwässerung höher gelegener Gruben. 1727 wurde sie nach dem Bergamtsverwalter Markus Röhling umbenannt. Die Hauptförderzeit lag zwischen 1733 und 1857, besonders ergiebig waren die Jahre 1733 bis 1770 und 1820 bis 1833, in denen große Mengen Silber- und Kobalterz gewonnen wurden. 1946 suchte die SAG Wismut im Erzgebirge nach Uran und stieß dabei auf die historischen Baue. Eindrucksvollstes Einzelstück unter Tage ist ein rekonstruiertes Wasserrad von neun Metern Durchmesser, mit dem das Grubenwasser aus tieferen Sohlen gehoben wurde. Seit 1992 sind Teile der Grube für Besucher zugänglich. Während der Corona-Zeit entstand in zwanzig Monaten für 1,5 Millionen Euro ein neuer Rundweg, sodass Führungen den Weg nicht mehr zurücklaufen müssen. Kinder bekommen einen Glücksstein; zu Ostern und Weihnachten gibt es eigene Veranstaltungen mit dem Berggeist.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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