📷 Bild: Wikimedia Commons
Hohe Birga
Höhensiedlung der Fritzens-Sanzeno-Kultur
Die Hohe Birga bei Birgitz liegt auf einem Moränenrücken, etwa acht Kilometer östlich von Innsbruck. Es handelt sich um eine Höhensiedlung der Fritzens-Sanzeno-Kultur aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. Die Siedlung wurde in der Zeit der Spätlatènezeit gewaltsam vernichtet, was mit den Augusteischen Alpenfeldzügen in Verbindung gebracht wird. Die Grabungen von Oswald Menghin im Jahr 1937 und die späteren Arbeiten seines Sohnes Osmund Menghin zwischen 1949 und 1956 führten zur Entdeckung von 13 Häusern, drei davon mit erhaltene Grundmauern. Die Funde umfassen Fibeln, Glasarmreifen, Gerätschaften und Waffen, die auf Handelsbeziehungen und einen gewissen Wohlstand hinweisen. Zudem wurden zwei Gebäude mit Kleinfunden identifiziert, die systematisch ausgeräumt wurden. Im Gemeindeamt Birgitz ist das Rätermuseum mit vielen Fundgegenständen ausgestellt. Der Verein „Archäotop Hohe Birga“ betreut das Museum seit 2013. Die Funde belegen, dass die Siedlung Teil der rätischen Kultur war und mit der Spätlatènezeit verbunden ist. Die Ausgrabungen zeigten auch Trockenmauerwerk und Lehmverputz der Wohnhäuser.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Wüstung
- Ort
- Birgitz
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
- Website
- http://www.hohe-birga.at/
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