Benediktinerabtei Zellerfeld
ehemalige Benediktinerabtei im heutigen Stadtteil Zellerfeld im Oberharz
Das Kloster St. Matthias war eine Benediktinerabtei im heutigen Stadtteil Zellerfeld von Clausthal-Zellerfeld. Es wurde um 1200 gegründet und 1431 aufgelöst. Das Kloster lag an der alten Harzstraße, die als Pilgerpfad genutzt wurde, und war Teil des Reichsforstes im Oberharz. Es gehörte zur Kirchenprovinz Mainz und war dem Domstift zu Goslar unterstellt, was zu Streitigkeiten über Zuständigkeiten führte. Das Kloster war ein bedeutendes kirchliches Institut und wurde vom Papst häufig mit Aufgaben betraut, wie die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Bischöfen. Es erhielt besondere Rechte, darunter das Zeichen mit rotem Wachs. Die Mönche betrieben Waldroden und Weidewirtschaft, wobei Ackerbau vermutet wird. Das Kloster verlor mit dem Ende des Harzer Bergbaus um 1350 an Bedeutung und wurde 1431 aufgelöst. Nach der Aufhebung verfiel das Kloster und wurde 1538 zur ersten Zellerfelder Kirche genutzt. Die heutige St.-Salvatoris-Kirche entstand 1675 bis 1683. In der katholischen St.-Nikolaus-Kirche in Clausthal ist eine Darstellung des Apostels Matthias erhalten, die auf das Matthiaskloster zurückgeht.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Organisation, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Clausthal-Zellerfeld
- Erbaut
- 1200
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