Les Bossats (Ormesson)
Les Bossats sind ein prähistorisches Freilandarchäologischer Fundplatz in der Gemeinde Ormesson, Seine-et-Marne, Île-de-France. Der Ort liegt etwa 1 km nordöstlich von Ormesson und 2,6 km südwestlich von Nemours. Der Fundplatz erstreckt sich über ca. 4.000 m² und ist in einer leicht abfallenden Fläche gelegen, die von einem kühlen Tal umgeben ist. Die Region ist für ihre strategische Lage bekannt, da sie ideal für die Jagd auf Wildtiere ist und nahe an Wasser, Silex und Pflanzenressourcen liegt. Der Fundplatz ist besonders wegen seiner langen Besiedlung von etwa 30.000 Jahren und der guten Erhaltung der Artefakte von Bedeutung. Er umfasst mehrere kulturelle Epochen, darunter den Moustérien, den Châtelperronien, den Gravettien und den Solutréen. Der Gravettien ist besonders wichtig, da er die ältesten und gut erhaltensten Funde in der Region darstellt. Zudem wurde hier der erste fossile Mensch aus dem Gravettien im Norden der Loire gefunden. Die Ausgrabungen an den Bossats begannen 2009 und dauerten bis 2016 an. Die Funde umfassen mehrere Schichten mit unterschiedlichen kulturellen Merkmalen, darunter zwei Moustérien-Schichten, einen Châtelperronien- und einen Gravettien-Beleg. Die Schichten sind gut erhaltene und ermöglichen eine präzise Datierung. Der Fundplatz ist auch für seine gut erhaltene organische Reste bekannt, was auf die Kombination aus Löss- und Sand-Depositionen zurückzuführen ist.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Île-de-France
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