📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Wildenfels
Schloss im Landkreis Zwickau, Sachsen
Schloss Wildenfels steht auf einem Bergsporn über der Stadt Wildenfels in der Nähe von Zwickau in Sachsen. Es liegt in der Ortsmitte und ist von einem Bach und einem Nebenbach umgeben. Das Schloss ist vor allem für seine einzigartigen Papier- und Seidentapeten aus dem 18. Jahrhundert bekannt, die sich in den ehemaligen Wohnräumen der gräflichen Familie befinden. Die Anlage umfasst verschiedene Gebäude, darunter Wirtschafts- und Wohngebäude sowie den Palas, der ursprünglich eine Burg war und später zum Kornhaus umgebaut wurde. Das Schloss war von 1602 bis 1945 im Besitz der Grafen zu Solms-Wildenfels. Unter Friedrich Magnus I. und seiner Gattin Caroline Sophie von Leiningen-Hartenburg entwickelte sich die Residenz zu einem kulturellen Zentrum. Das Grafenpaar förderte die Künste und gründete 1776 die Freimaurerloge „Zum goldenen Apfel“. Im Schlossparks und in den Räumen entstanden künstlerische Werke, darunter die Seidentapeten im „Blauen Salon“ und im „Chinesischen Kabinett“. Seit 1990 wird das Schloss grundlegend instand gesetzt und wird für Veranstaltungen und Wohnraum genutzt. Die Besucher können den vorderen und hinteren Burghof sowie den Schlosspark besichtigen. Die Räume sind mit einzigartigen Seidentapeten aus dem 18. Jahrhundert geschmückt, die Stück für Stück restauriert werden. Im Schloss befinden sich zudem eine Außenstelle der Kreismusikschule und die Stadtbibliothek. Das Schlossareal wurde 1971 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Wildenfels
- Adresse
- Schlossstraße 1; 2
- Erbaut
- 1170
- Baustil
- Architektur der Renaissance
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Sachsen
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