📷 Bild: Wikimedia Commons
Palais Lobkowicz
Sitz der Deutschen Botschaft in Prag
Das barocke Palais Lobkowicz auf der Prager Kleinseite war bis 1927 die Residenz der Familie Lobkowicz. Es wurde von 1703 bis 1707 von Giovanni Battista Alliprandi und Giovanni Pietro della Torre erbaut und später zum Stammsitz des Hořín-Mělníker Zweiges der Familie. Das Gebäude steht in der Vlašská Straße Nr. 19 und zählt zu den bekanntesten barocken Palästen Prags. Ludwig van Beethoven und Carl Maria von Weber gaben hier Konzerte. Das Palais wurde 1974 Sitz der Deutschen Botschaft in Prag. Im Spätsommer 1989 wurde es weltweit bekannt, als Tausende DDR-Bürger dort Zuflucht suchten und sich für Wochen auf dem Gelände aufhielten. Der Außenminister Hans-Dietrich Genscher verkündete vom Balkon des Palais am 30. September 1989 die Ausreisemöglichkeit. Diese Ereignisse markierten einen Wendepunkt in der DDR-Ausreisepolitik und trugen zum Fall der Berliner Mauer bei. Eine Gedenktafel erinnert an diesen Moment. Im Inneren des Palais sind Räume wie der Kuppelsaal sowie der Balkon im ersten Stockwerk zu besichtigen. Die Umgebung umfasst die Prager Kleinseite, eine historische Gegend mit vielen Sehenswürdigkeiten. Das Gebäude wurde nach der Besetzung saniert und seit 2014 unter einem Mietvertrag mit der tschechischen Regierung verwaltet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Palast
- Ort
- Kleinseite
- Erbaut
- 1702
- Baustil
- Barockarchitektur
- Architekt
- Giovanni Battista Alliprandi
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Tschechien
- Website
- https://www.lobkowicz.cz/
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