📷 Bild: Wikimedia Commons
Synagoge
ehemalige Synagoge in Kippenheim
Die Synagoge in Kippenheim steht in der Poststraße der Gemeinde Kippenheim im Ortenaukreis, Baden-Württemberg. Sie wurde 1850/51 errichtet und im Inneren 1938 während der Novemberpogrome verwüstet. Das Gebäude ist seit 1981 als Kulturdenkmal geschützt und zeichnet sich durch eine neoromanische Architektur aus, die auf die Kasseler Synagoge von Albert Rosengarten zurückgeht. Die Synagoge war für die wachsende jüdische Gemeinde ausreichend, da sie 1842 mit einer Baukasse finanziert wurde. Das Gotteshaus wurde nach Plänen von Georg Jakob Schneiderein errichtet und besitzt Maße von 18,41 Meter Länge, 10,63 Meter Breite und 12,32 Meter Höhe. Die Fassade besteht aus weißem Stein, während die Schmuckelemente aus rotem Sandstein gefertigt sind. Sie umfasst eine Doppelturmfassade mit Dreiecksgiebel und zinnenbekrönten Turmstümpfen. Die Synagoge dient heute als Gedenk- und Begegnungsstätte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie von der Raiffeisen-Genossenschaft genutzt, wobei Teile der Fassade abgetragen wurden. 1983 erwarb die Gemeinde das Gebäude und führte eine umfassende Renovierung durch. 2014 und 2015 fanden erstmals seit 1938 wieder Gottesdienste in der Synagoge statt. Im Vorraum befindet sich eine Gedenktafel für die Opfer des Holocaust aus Kippenheim.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Synagoge
- Ort
- Kippenheim
- Erbaut
- 1851
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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