Kleinkastell Allmendfeld
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kleinkastell Allmendfeld ist ein römisches Kleinkastell im Hessischen Ried, etwa 35 Kilometer im Hinterland des obergermanischen Limes. Es liegt im Sumpfgebiet einer alten Neckarschleife, auf der Gemarkung von Bickenbach, nahe Gernsheim-Allmendfeld im Kreis Groß-Gerau. Das Kastell verlief in der römischen Straße von Gernsheim nach Dieburg und datiert in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Es ist vergleichbar mit dem Kastell Wagbach und liegt abseits der Limeslinie. Das Kleinkastell war Teil der römischen Straße von Gernsheim nach Dieburg, die in Stockstadt am Limes beginnt und durch ein Sumpfgebiet führt. Die Sumpfbrücke von Bickenbach endet unmittelbar vor dem Lager, was es als Straßenkastell interpretiert. Die Anlage umschließt einen Innenraum von 38 × 30 Metern und wird von zwei Spitzgräben umgeben. Im Inneren wurden zwei Mannschaftsbaracken mit jeweils sieben Räumen identifiziert, die auf eine Besatzung von 96 Soldaten hindeuten. Die Ausgrabungen von 2001 zeigten die Struktur der Anlage und ermöglichten die Identifizierung der Baracken. Die südliche Baracke weist Anzeichen einer nachmilitärischen Nutzung auf, wie Brunnen und eine Hypokaustanlage. Das Kastell wurde in domitianischer Zeit erbaut und wurde unter Trajan aufgelassen. Es wurde später als Villa rustica genutzt, was es zum frühesten bekannten Kleinkastell in Obergermanien macht. Die Anlage ist ein Bodendenkmal und unter Denkmalschutz.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kleinkastell, Archäologische Stätte
- Ort
- Hessen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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