📷 Bild: Wikimedia Commons
Anielewicz-Bunker
Denkmal in Polen
Der Anielewicz-Bunker lag an der Kreuzung der ulica Miła und ulica Dubois im Warschauer Stadtteil Muranów. Er war ein Schutzraum der Jüdischen Kampforganisation (ŻOB) während des Warschauer Ghetto-Aufstands. Der Bunker befand sich unter einem zerstörten Gebäude und war mit Waffen, Essen und Strom ausgestattet. Er war Teil eines verzweigten Systems aus Gängen und Verstecken unter den Ruinen mehrerer Häuserblöcke. Der Bunker war der größte der im Ghetto errichteten Schutzräume. Etwa 300 Menschen lebten dort, unter ihnen der ŻOB-Kommandant Mordechaj Anielewicz. Die Lebensbedingungen verschlechterten sich stark, als die Zahl der Bewohner stieg. Am 8. Mai 1943 wurde der Bunker von den Deutschen eingekreist. Die Kämpfer setzten den Kampf fort, bis sie durch Gas ermordet oder sich selbst töteten. Etwa 120 Aufständische kamen ums Leben, darunter Anielewicz. Heute steht an der Stelle des Bunkers der Anielewicz-Hügel, ein Erinnerungsort mit Gedenksteinen und einem Obelisk. Der Hügel wurde 1946 aus Trümmern gebaut und 2006 umgestaltet. Die Inschriften auf dem Obelisk erinnern an die Gefallenen und ihre Opferbereitschaft. An der Adresse ul. Miła 18 steht heute ein Wohnblock, während der Hügel im Stadtteil Muranów bleibt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gedenkstätte, Monument
- Ort
- Muranów
- Adresse
- Miła / Dubois'a
- Erbaut
- 1946
- Denkmalstatus
- unbewegliches Denkmal (Polen)
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