château de Crax
Das Château de Crax war ein zerstörter Burgfried der Region Andlau im Bas-Rhin. Es lag auf der sogenannten Colline du Crax, nördlich von Andlau und westlich von Mittelbergheim. Der Name „Crax“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet „Riss“ oder „Spalt“. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert errichtet und stand im Zuge von Erbkonflikten zwischen den Adelsfamilien Andlau und Bergheim. 1298 wurde sie von Bischof Conrad von Lichtenberg zerstört, um die Stadt Lichtenau zu stärken. Die Ruine wurde später als Steinbruch genutzt, um Mauern für Weinberge zu bauen. Die Burg war Teil von Konflikten um Erbfolge und politische Einflussnahme. Eberhard von Andlau befehdete die Burg 1282, was auf einen Erbstreit zwischen den Familien Andlau und Bergheim hindeutet. Cuno von Bergheim wurde 1295 für die Aufnahme von Bannierten bestraft und stellte sich später Adolphe von Nassau zur Seite. Diese Entscheidung führte zur Zerstörung der Burg durch den Bischof. Die Ruine blieb ungenutzt und wurde später für Baustoffe genutzt. Die Ruine des Château de Crax ist heute ein ehemaliger Steinbruch und Teil der Landschaft. Sie liegt auf einer leicht abgeflachten Kuppe, die nicht ideal für die Verteidigung war. Die Umgebung umfasst Weinberge und die Dörfer Andlau und Mittelbergheim. Die Geschichte der Burg ist eng mit den politischen und adligen Konflikten der Region verbunden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Andlau
- Erbaut
- 1274
- Denkmalstatus
- Kulturerbe-Verzeichnis in Frankreich
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