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Fraterherren St. Michael
Kirchengebäude in Rostock
Das Michaeliskloster in Rostock war ein Fraterhaus der Brüder vom gemeinsamen Leben und beherbergte eine bedeutende Druckerei des ausgehenden Mittelalters. Das Gebäude in der Altbettelmönchstraße vereinte Wohn- und Arbeitsräume mit einer Klosterkapelle. Die Brüder begannen mit dem Bau um 1480, nachdem sie 1462 in Rostock angekommen waren. Die Anlage umfasste acht Buden, die im Dreißigjährigen Krieg verschwanden. Die Brüder nannten sich Fratres Domus Horti Viridis ad S. Michaelem. Die Druckerei der Brüder vom gemeinsamen Leben war ab 1475 in Rostock tätig und zählt damit zu den ältesten Druckorten Norddeutschlands. Rostock war nach Lübeck der zweitälteste Druckort in der Region. Die Druckerei stellte 1531 ihren Betrieb ein, nachdem sie 1529 eine Ausgabe des Neuen Testaments druckte, was zu einer Auseinandersetzung mit Herzog Heinrich V. führte. Nach der Auflösung des Klosters 1534 wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt, zuerst als Studentenwohnheim, später als Zeughaus und Lager. Heute ist das Michaeliskloster in zwei Teilen erhalten. Der Ostteil wurde ab 1950 als Gemeindezentrum der Evangelisch-methodistischen Kirche genutzt. Der Westflügel wurde 1994 restauriert und dient der Universitätsbibliothek Rostock als Sondersammlung und für die Fachbibliothek Theologie und Philosophie. Die Ruine des Klosters entstand 1942 durch einen Bombenangriff.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Rostock
- Erbaut
- 1401
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Mecklenburg-Vorpommern
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