Westdeutschland

Tierpark Sababurg

Der Tierpark Sababurg liegt im Reinhardswald bei Hofgeismar und ist mit rund 130 Hektar einer der größten Wildparks Deutschlands. Gezeigt werden etwa 80 Arten mit rund 900 Tieren, verteilt auf weitläufige Gehege statt auf enge Käfige. Der Schwerpunkt liegt auf europäischen Arten und alten Nutztierrassen. Die Anlage geht auf einen der ersten Tiergärten Europas zurück: 1571 ließ Landgraf Wilhelm IV. hier den Thiergarten an der Zapfenburg anlegen und mit einer fünf Kilometer langen Steinmauer umgeben. Über Jahrhunderte wurde das Gelände dann forst- und landwirtschaftlich genutzt, bis der Park 1973 unter dem Zoologen Hans Georg Picker in heutiger Form wiedereröffnete. Aus der barocken Zeit haben sich sternförmig angeordnete Eichenalleen um ein zentrales Rondell erhalten, die den Rundweg bis heute gliedern. Inhaltlich ist der Park dreigeteilt: ein Urwildpark mit bedrohten heimischen Arten, ein Archepark mit alten Haustierrassen und ein Kinderzoo mit Streichelgehegen. Dazu kommen eine Greifvogelstation, der Lehrbauernhof Pickers Hof und ein Museum. Für den kompletten Rundweg sollte man mehrere Stunden einplanen; 2023 kamen 373.000 Besucher. Das benachbarte Dornröschenschloss Sababurg liegt in Sichtweite.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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