📷 Bild: Wikimedia Commons
Synagoge Korneuburg
Mühle in Korneuburg (21665)
Die ehemalige Synagoge Korneuburg, auch Synagoge Roßmühle genannt, steht auf dem Grundstück Propst-Bernhard-Straße 6, jedoch an der Roßmühlgasse in der Stadtgemeinde Korneuburg. Sie ist ein Zeugnis mittelalterlicher Synagogenarchitektur und wurde 1980 unter Denkmalschutz gestellt. Die Ruine zählt zu den bedeutendsten Beispielen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Die Synagoge war ein zentrales Gebäude der jüdischen Gemeinde, die im 14. Jahrhundert in Korneuburg existierte. Sie wurde um 1325 errichtet und war mit einer Fläche von 100 m² eine der größten Synagogen Österreichs. Die Synagoge diente nicht nur religiösen Zwecken, sondern auch als Gerichtsraum und Kommunikationszentrum. Sie wurde im 15. Jahrhundert konfisziert und später als Getreidespeicher, Töpfereiwarenlagerraum und Mühle genutzt. Die Synagoge hat einen kubischen Baukörper aus Bruchsandstein mit einem rechteckigen Grundriss. Der Innenraum ist mit einem Kreuzrippengewölbe ausgestattet, das aus zwei sechsteiligen Jochen besteht. Die Ostwand ist mit Rosettenfenstern und einer Nische für einen Toraschrein versehen. An der Südseite befand sich ein Raum für Frauen, erkennbar an vermauerten Öffnungen und Sehschlitzen. Die Ruine bietet einen Blick auf die architektonische Geschichte der jüdischen Gemeinde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Mühle, Synagoge
- Ort
- Korneuburg
- Adresse
- Propst Bernhard-Straße 6
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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