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Klösterlein Zelle
ehemaliges Augustiner-Chorherren-Kloster im Aue-Bad Schlemaer Ortsgebiet Zelle in Sachsen
Klösterlein Zelle ist ein ehemaliges Augustiner-Chorherren-Kloster in der Gemeinde Zelle im Aue-Bad Schlemaer Ortsteil. Es liegt im westlichen Erzgebirge, an der Mündung der Zwickauer Mulde in das Schwarzwasser. Das Kloster wurde 1173 von den Meinheringern gegründet und 1527 aufgelöst. Seitdem diente es als Rittergut und wurde 1994 durch einen Förderverein zur Erhaltung der Klosterkirche gegründet. Das Kloster war bis 1914 Pfarrkirche der Gemeinde Zelle und verlor nach dem Bau der Friedenskirche 1914 ihre Funktion. Die Klosterkirche wurde mehrfach saniert und 2023 restauriert. Sie ist barockisiert und hat einen romanischen Ursprung. Die Kirche beherbergt ein 1230 datiertes Putzritzgemälde, das 1881 entdeckt wurde und 2023 in der Kirche wieder eingeweiht wurde. Die Orgel aus dem Jahr 1860 und das Geläut aus drei Stahlhartgussglocken sind ebenfalls erhalten. In der Kirche befindet sich ein Friedhof, der bis zur Zwickauer Mulde reicht. Das Grab von Carl Erdmann Kircheis liegt an der Westseite, und das Erbbegräbnis für das Rittergut Klösterlein an der Ostseite umfasst u. a. Wilhelm Röll und Pauline. Das ehemalige Rittergut wurde zu einem Büro- und Gewerbehaus umgebaut. Die Herrenhausfassade ist symmetrisch und hat ein Mansardenwalmdach. Die Stuckdecken im Obergeschoss stammen aus der Erbauungszeit.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Aue-Bad Schlema
- Erbaut
- 1101
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