📷 Bild: Wikimedia Commons
Thermen am Viehmarkt
archäologische Stätte in Deutschland
Die Thermen am Viehmarkt in Trier sind eine römische Badeanlage, die im 2. Jahrhundert n. Chr. errichtet wurde. Sie liegen in der Nähe des römischen Forums, der Augusta Treverorum, und wurden 1987 bei Bauarbeiten für eine Tiefgarage entdeckt. Die Anlage umfasst 8364 m² und war im 3. und 4. Jahrhundert stark genutzt. Sie besteht aus Warm- und Kaltbad, sowie weiteren Räumen, die heute unter einem Schutzgebäude von Oswald Mathias Ungers stehen. Die Thermen sind aufgrund ihrer Größe und ihres Alters von Bedeutung. Sie sind älter als die Barbara- und Kaiserthermen und wurden etwa 20 Jahre nach dem Beginn des Baues im Jahr 80 fertiggestellt. Die Anlage war Teil der römischen Infrastruktur und bot ein einzigartiges Badeerlebnis mit Licht aus unterschiedlichen Richtungen. Die Ruinen wurden im 17. und 18. Jahrhundert durch den Kapuzinerorden überbaut und später als Viehmarkt genutzt. Besucher können die Ruinen besichtigen und nutzen sie für Veranstaltungen wie Konzerte oder Ausstellungen. Das Schutzgebäude von Oswald Mathias Ungers schützt die antiken Reste und ermöglicht einen Blick auf die römische Architektur. Die Fläche des Viehmarkts ist mit rötlichen Steinen gestaltet, die die ursprünglichen Straßenachsen wiedergeben. Die Thermen sind Teil der römischen Baudenkmäler in Trier, die 1986 zum Weltkulturerbe erklärt wurden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Therme, Römisches Bauwerk
- Ort
- Rheinland-Pfalz
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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