Johanniter-Doppelkommende Dünebroek, Wymeer
ehemalige Komturei in Ostfriesland, Deutschland
Die Kommende Dünebroek war eine Doppelkommende des Johanniterordens im Südwesten des Rheiderlandes in Ostfriesland. Sie lag westlich des Dorfes Wymeer, nahe der mittelalterlichen Heerstraße von Bremen nach Groningen, 900 Meter westlich der heutigen niederländischen Grenze. Die Kommende umfasste Gebiete bis zum Dollart, dem namensgebenden Sumpfgebiet, und grenzte im Westen an das Flüsschen Lethe, dessen Verlauf der heutigen Grenze folgt. Die Kommende war wirtschaftlich stark verankert in der Region, da die Johanniter Sumpfland trockenlegten und als Wiesen oder Weiden nutzten. Die Viehzucht spielte eine zentrale Rolle. Die Kommende war mehrfach Ziel von Angriffen, etwa 1492 und während der Sächsischen Fehde. Im Zuge der Reformation wurde der Besitz 1528 an Graf Enno II. übergeben, und das katholische Leben endete um 1550. Die Kommende umfasste ein Grashaus, verschiedene Höfe und ein eigenes Siel. Die Gebäude standen westlich des Dorfes Wymeer, umgeben von Moor- und Heideflächen. Die Kommende war bis mindestens 1810 erhalten, bis der Eigentümer die Reste entfernte und ein Landhaus errichtete. Heute steht ein Bauernhof auf dem Gelände.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Kommende
- Ort
- Landkreis Leer
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