Franziskanerkloster Magdeburg
ehemaliges Kloster der Franziskaner in Magdeburg
Das Franziskanerkloster Magdeburg war ein Kloster der Franziskanerordnung, das von 1223 bis 1542 bestand. Es lag in der Altstadt der Stadt, gegenüber der Ratswaage. Die Klosterkirche, die Barfüßerkirche, wurde 1551 abgerissen. Die Anlage umfasste ein großes Gelände, auf dem später Wohnhäuser entstanden. Die Reste des Gebäudes wurden bis in die 1950er-Jahre erhalten. Die Geschichte des Klosters reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Es war ein Zentrum der Theologie und Rechtswissenschaft, wo der Sachsenspiegel ins Oberdeutsche übersetzt wurde. Im 15. Jahrhundert übernahm der Konvent die Martinianischen Konstitutionen und war Teil der Observanz. 1518 wurde es der observanten Provincia Saxonia S. Crucis zugeordnet. 1492 führte ein Zwischenfall zur Vertreibung der Juden aus dem Erzbistum. In der Altstadt blieben bauliche Spuren erhalten, wie ein Strebepfeiler, eine Bruchsteinmauer und ein Treppenturm. Der Turm diente als Glockenturm und war ein Wahrzeichen der Altstadt. Die Reste wurden erst Ende der 1950er-Jahre abgerissen. Die Franziskanerstraße, die heute Im Fuchswinkel heißt, erinnert an das ehemalige Kloster.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Magdeburg
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