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Kastell Oberstimm

römisches Kohortenkastell bei Oberstimm, einem Ortsteil des Marktes Manching im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Bayern

Das Kastell Oberstimm war ein römisches Kohortenkastell in der Gemeinde Manching, Bayern. Es lag an der Kreuzung zweier wichtiger Verkehrswege und wurde zur Sicherung des Donaulimes errichtet. Die Anlage war nach der Grenzverlegung als Nachschub- und Versorgungsbasis genutzt. Die Westfront des Kastells befand sich direkt am südlichsten Donauarm, während die Manchinger Straße heute die Ost- und Südfront markiert. Das Kastell wurde in den 40er Jahren des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet und umfasste eine Fläche von 1,43 Hektar. Die Umwehrung bestand aus einem Doppelgraben-System und einer Holz-Erde-Mauer. Die Porta praetoria (Lagerhaupttor) war mit zwei Türmen flankiert und hatte eine doppelte Durchfahrt. Die Innenbebauung enthielt Stabsgebäude, Unterkünfte und Pferdeställe. Die Anlage wurde in mehreren Grabungskampagnen zwischen 1968 und 1971 sowie 1984–1985 erforscht. Im Inneren des Kastells fanden sich Reste der Via sagularis (Wallstraße), die die Verbindungen innerhalb der Anlage bildete. Die Innenbebauung war in Blockbauweise ausgebaut und entsprach dem mittelkaiserzeitlichen Schema. Die Grabungen ergaben zudem Hinweise auf eine mögliche Stationierung der Cohors III Thracum civium Romanorum equitata. Nordöstlich des Kastells lagen zwei Hallenbauten, die als Horrea (Speicher) interpretiert wurden. Die Anlage war bis in die späte römische Zeit genutzt worden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Manching
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland
Quellen:Kastell Oberstimm (CC0-1.0)

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