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Burg Poppenburg
Burg in Niedersachsen, Deutschland
Die Burg Poppenburg liegt im niedersächsischen Ort Nordstemmen, oberhalb der Leine und an der Bundesstraße 1. Sie war im Mittelalter eine Höhenburg, die den Verkehr auf dem Hellweg zwischen Minden und Hildesheim kontrollierte. Die Burg stand strategisch an der Leine, die damals die Grenze zwischen dem Hochstift Hildesheim und dem Bistum Minden sowie später dem Fürstentum Calenberg markierte. Die Brücke bei Poppenburg wurde erstmals 1251 urkundlich erwähnt. Die Burg war von großer historischer Bedeutung, da sie im 11. Jahrhundert von Kaiser Heinrich III. dem Bistum Hildesheim geschenkt wurde. Bischof Konrad II. baute sie im 13. Jahrhundert aus und gab sie Graf Hermann von Wohldenberg zu Lehen. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg durch weitere Baumaßnahmen gestärkt, darunter der Bau eines Palas durch Gerhard von Berg. Die Burg blieb bis ins 16. Jahrhundert im Besitz des Bistums Hildesheim. Die Burganlage umfasst einen Wohnflügel, einen Palas und eine Burgkirche. Der Wohnflügel ist zweigeschossig und zeigt verschiedene Bauphasen. Die Burgkirche wurde im 18. Jahrhundert zur katholischen Pfarrkirche umgebaut. Die Burgkirche St. Joseph gehört seit 2010 zur Pfarrgemeinde in Sarstedt. Im Burghof leben seit 1967 Menschen mit geistiger Behinderung in Hausgemeinschaften. Die Burg ist ein wichtiger Denkmal der Region.
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- Art
- Burg
- Ort
- Nordstemmen
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