📷 Bild: Wikimedia Commons
Innsbrucker Spitalsfriedhof
archäologische Stätte in Österreich
Der Innsbrucker Spitalsfriedhof wurde im 14. Jahrhundert errichtet und lag am nördlichen Ende der Maria-Theresien-Straße. Er gehörte zum Stadtspital und diente von 1510 bis 1856 als städtischer Friedhof. Die Fläche wurde mehrfach erweitert, bis 1856 der Westfriedhof als neuer Friedhof eingerichtet wurde. Der Spitalsfriedhof wurde schrittweise aufgelassen und bis 1869 vollständig geräumt. Der Friedhof war bis 1856 der wichtigste städtische Friedhof und wurde mehrfach erweitert, zuletzt bis zur Colingasse. Die Veitskapelle und Grabmäler wurden 1869 geschleift, und viele Gräber wurden auf den Westfriedhof übertragen. Die Einrichtung der Kapelle wurde in die Pfarrkirche St. Nikolaus übernommen. Die Fläche wurde durch Bauarbeiten und Kriegszerstörungen stark beeinträchtigt, wobei archäologische Funde bis 2000 geborgen wurden. Der Spitalsfriedhof war ein intensiv genutzter Friedhof mit dicht beieinander liegenden Gräbern. Die archäologischen Ausgrabungen erfassten 444 Gräber und Ossuarien, wobei viele Skelette und Funde durch Baumaschinen zerstört wurden. Die Skelette wurden in einem Sammelgrab am Westfriedhof beigesetzt. Die Grabbeigaben wie Rosenkränze, Pilgermedaillen und Schmuck sind im Stadtarchiv gelagert. Anthropologische Untersuchungen zeigten Spuren von Operationen und Autopsien, die auf medizinische Ausbildung und Praxis hinweisen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Tirol
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