Fontbrégoua-Höhle
archäologische Stätte in Frankreich
Die Fontbrégoua-Höhle liegt südlich von Salernes in der Provence, Frankreich. Sie ist eine Höhle, die in der Jungsteinzeit, also im 5. und 4. Jahrtausend v. Chr., von Menschen genutzt wurde. Die Höhle wurde ab 1986 untersucht und enthält Funde, die auf die Nutzung durch verschiedene Arten von Tieren und Menschen hinweisen. Die Forschung unter Leitung von Paola Villa führte zu der Erkenntnis, dass 6000 Jahre alte Skelette von sechs Menschen mit Schnittspuren versehen waren, die auf eine einheitliche Zerlegungstechnik deuteten. Die Ausgräber interpretierten dies als Beweis für Kannibalismus. Diese Deutung wurde jedoch von Paul Bahn und M. P. Pickering in Frage gestellt, die alternative Erklärungen wie rituelle Ablängung von Gliedmaßen vorschlugen. In der Höhle wurden Knochen von Haus- und Wildtieren sowie menschliche Skelette gefunden. Die Forschung konzentrierte sich auf die Analyse der Knochen und die Untersuchung der Strukturen, um Rituale oder menschliche Handlungen zu rekonstruieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Behandlung der Skelette möglicherweise durch kulturelle Praktiken und nicht durch Kannibalismus erklärt werden kann.
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- Art
- Höhle, Archäologische Stätte
- Ort
- Salernes
- Denkmalstatus
- eingetragenes historisches Denkmal
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