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Dominikanerkloster Berlin-Cölln
1536 von Kurfürst Joachim II. von Brandenburg aufgelöstes und im 18. Jahrhundert abgerissenes Kloster
Das Dominikanerkloster Cölln war ein Kloster der Dominikaner in der historischen Stadt Kölln, der Schwesterstadt von Berlin. Es lag im Bezirk Mitte und war Teil der Provinz Teutonia des Ordens. Die Klosterkirche wurde ab 1536 zur Hof- und Domkirche der Hohenzollern ausgebaut und war bis 1539 ein Zentrum katholischer Gottesdienste. Die Stiftskirche hatte ein Patrozinium der heiligen Maria Magdalena, des hl. Erasmus und des hl. Kreuzes. Kurfürst Joachim II. stiftete 1536 einen Passions-Zyklus von Lucas Cranach dem Älteren, der neun Mitteltafeln mit dem Schlangensignet und Datumsangaben aus den Jahren 1537 und 1538 hinterließ. Die Hohenzollern-Grablege wurde in die Stiftskirche verlegt, darunter das Bronzegrabmal seines Großvaters Johann Ciceros. Die Kirche wurde 1600 in eine Pfarrkirche umgewandelt und bis 1747 als Dom genutzt. Die Überreste der Kurfürsten wurden 1749 überführt, und die Fundamente sowie Bestattungen wurden 1873 und 1961 entdeckt. Das Gelände des Klosters umfasste einen Wohnturm, eine dreischiffige Hallenkirche und einen Friedhof. Die Kirche war mit zwei Türmen und dem Berliner Schloss verbunden. Der Turm wurde 1552 zum Glockenturm umgebaut und 1716 abgerissen. Die Stiftskirche war bis 1747 als Dom in Betrieb, bis der Berliner Dom am Lustgarten ihre Funktion übernahm. Archäologische Untersuchungen seit 2008 fanden Fundamente und Bestattungen auf dem Schloßplatz.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Bezirk Mitte
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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