Fundgebiet Wedebruch
archäologische Stätte in Deutschland
Das Fundgebiet Wedebruch ist ein mittelsteinzeitliches Areal im nördlichen Harzvorland bei Langelsheim im Landkreis Goslar. Es liegt in Niedersachsen und wurde in den 1970er Jahren entdeckt. Auf einer Fläche von etwa 250.000 m² wurden rund 10.000 Artefakte gesammelt, darunter Mikrolithen, Endretuschen und Schlagsteine. Die Fundstreuung zeigt 25 einzelne Fundplätze mit ähnlichen Werkzeugen. Die Fundplätze datieren ins ältere Mesolithikum. Die Jäger und Sammler besuchten das Gebiet über einen längeren Zeitraum, möglicherweise im saisonalen Rhythmus. Die meisten Artefakte bestehen aus baltischem Feuerstein, wobei Kieselschiefer nur etwa 4 % ausmacht. Ein besonderes Fundstück ist ein eingraviertes Fischgrätmuster auf Tonschiefergeröll, das bisher der einzige Beleg für mittelsteinzeitliche Kunst in Niedersachsen ist. Die Ausgrabungen zeigten, dass das Gelände mehrfach genutzt wurde. Die Fundstellen sind mit einem Durchmesser von 40 bis 50 Metern verteilt. Die Werkzeuge umfassen vor allem Abschläge, Klingen und Kerne. Die Mikrolithen dominieren das Spektrum und belegen eine Nutzung im älteren Mesolithikum. Die Fundstätte ist ein wichtiger Beleg für die kulturelle Entwicklung der Jäger und Sammler in der Region.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Langelsheim
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