📷 Bild: Itti · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Defereggental
Das Defereggental liegt als mittleres der drei Osttiroler Hochgebirgstäler zwischen dem Pustertal und dem Virgental und folgt einem Ost-West-Verlauf. Es wird von der Defereggentalstraße erschlossen, die durch das Tal führt. Der Name geht vermutlich auf das keltische „dubar“ für schwarz oder das slawische „dober“ für gut zurück. Das Tal gehört zum Nationalpark Hohe Tauern und ist von Bergen wie denen der Rieserfernergruppe und der Schobergruppe umgeben. Die Schwarzach durchfließt es, und hier liegen die Gemeinden Hopfgarten in Defereggen, St. Veit in Defereggen sowie St. Jakob in Defereggen. Geschützt durch den Nationalpark zählt es zu den unberührtesten Hochgebirgstälern der Alpen und ist eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Österreichs. Besiedelt wurde das Tal seit dem 7. Jahrhundert über Übergänge wie den Staller Sattel und das Klammljoch, die ins heutige Südtirol führen. Der Hauptort St. Jakob in Defereggen ist die älteste Siedlung Osttirols. Historisch war das Tal zwischen Görz und Salzburg geteilt, wobei der östliche Teil dem Erzbistum Salzburg unterstand. Im 17. Jahrhundert verließen etwa 1000 Menschen das Tal, nachdem sie zum katholischen Glauben zurückkehren sollten, und siedelten sich vor allem in Bayern und Baden-Württemberg an.
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