Ruine Sigmundsburg

📷 Bild: Wikimedia Commons

TirolBezirk Tirol

Ruine Sigmundsburg

Schloss in Österreich

Die Ruine Sigmundsburg steht auf einer Insel im Fernsteinsee, vollständig von Wald umschlossen. Sie liegt im Gemeindegebiet Nassereith im Bezirk Imst in Tirol. Das Schloss wurde im 15. Jahrhundert von Herzog Sigmund der Münzreiche errichtet, um seiner Frau Eleonore, der schottischen Königstochter, eine Hommage zu widmen. Es diente als Wohnsitz, Jagdhaus und Zufluchtsort, bis es nach dem Tod Sigmunds im 15. Jahrhundert in den Verfall geriet. Im 19. Jahrhundert interessierte sich König Maximilian II. von Bayern für die Ruine, doch keine Sanierungspläne wurden umgesetzt. Die Ruine ist ein Beispiel für ein Schloss ohne militärische Funktion, das eher als Residenz und Jagdhaus diente. Der Bau umfasste ein annähernd quadratisches Gebäude mit Türmen und einer zweigeschoßigen Kapelle im Osten. Die Kapelle, die 1471 einen Ablass erhielt, blieb unvollendet und wurde im 19. Jahrhundert teilweise zerstört. Die Werksteine tragen Zeichen der Bauhütte von Meister Heinrich aus Imst. Die Ruine ist ein „Sonderfall“ und könnte von den Loire-Schlössern beeinflusst worden sein, wo Eleonore vor ihrer Heirat lebte. Besucher können die Ruine im Wald umgeben bewundern, die Insel im Fernsteinsee erkunden und die Reste des Schlosses sowie die Kapelle betrachten. Die Umgebung bietet Wanderwege und Ausblicke auf das Tal. Die Ruine steht im Schutz der Natur und ist Teil der Landschaft des Außerfens. Die Geschichte des Schlosses und seine Verbindung zu Herzog Sigmund und Eleonore erzählen von einer einzigartigen Kulturgeschichte.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Ruine
Ort
Nassereith
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
Quellen:Ruine Sigmundsburg (CC0-1.0)

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