BurgenlandBezirk Güssing

Tobajer Kogel

Porphyrkegel und ehemalige Pilgerstätte in der österreichischen Gemeinde Tobaj

Der Tobajer Kogel ist ein etwa 80 m hoher Porphyrkegel in der Gemeinde Tobaj im Bezirk Güssing, Burgenland. Er liegt im Unteren Stremtal, etwa 400 m südwestlich von Tobaj und 3,5 km nordwestlich von Güssing. Der Kogel gehört zum Güssinger Hügelland und erhebt sich über die umliegenden Felder am rechtsseitigen Ufer der Strem. Geologisch ist er ein vulkanischer Tuffkegel aus Tuffit mit Einschlüssen von Amphibolith und Olivin. Die Nordseite des Kogels ist von Felswänden geprägt, während der Südteil als Biotopschutzgebiet ausgewiesen ist. Der Kogel war ab dem Spätbarock als Kalvarienberg genutzt und später Standort einer Einsiedelei und eines Wirtshauses. Die Familie Batthyány besaß das Gebiet und ließ 1728 eine Kalvarienberganlage mit Kreuzwegstationen und einer Kapelle errichten. Die Wallfahrtskapelle beherbergte eine Pietà aus dem Jahr 1646, die heute im Seitenaltar der Pfarrkirche Tobaj untergebracht ist. Die Einsiedelei bestand bis 1782, danach wurde das Gelände als Wirtshaus genutzt, bis ein Kapitalverbrechen die Gaststätte zur Schließung zwang. Weinbau und Fischteiche blieben bis ins 20. Jahrhundert erhalten. Der Kogel ist heute ein Teil der Biotopschutzzone mit Flächen von 15.231 m², die hauptsächlich aus Halbtrockenrasen und Glatthaferwiese bestehen. Die Schutzzone beherbergt verschiedene Pflanzenarten wie Blut-Storchschnabel und Schopf-Traubenhyazinthe sowie Tierarten wie Dorngrasmücke und Wechselkröte. Die Region um den Kogel ist geprägt von landwirtschaftlicher Nutzung und natürlichen Flächen, die zum Schutz der Artenvielfalt dienen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Berg
Ort
Tobaj
Quellen:Tobajer Kogel (CC0-1.0)

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