Burg Ratibor

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Burg Ratibor

Burg in der Woiwodschaft Schlesien, Polen

Die Burg Ratibor ist eine ehemalige herzogliche Burg im Stadtteil Ostróg von Racibórz in der Woiwodschaft Schlesien, Polen. Sie liegt am rechten Ufer der Oder und war im 12. Jahrhundert als Holz-Erde-Befestigung bekannt. Die Burg war durch den Oderstrom im Westen und einen Seitenarm im Osten geschützt. Sie war bereits 1108 erstmals erwähnt und wurde 1155 als Kastellanei bezeichnet. Der Oderübergang von Ratibor war ein wichtiger Punkt für historische Vorgänge wie die mongolische Invasion 1241 und das Kreuzzugsheer von König Ottokar 1255. Die Burg war bis 1532 Sitz der Piastenherzöge und wurde ab 1173 von Herzog Mieszko I. Kreuzbein genutzt. Im 15. Jahrhundert wurden die Wälle durch Mauern ersetzt, und im 16. Jahrhundert wurde der südliche Flügel erweitert. 1812 erwarb der Kurprinz von Hessen-Kassel die Burg, und ab 1834 gehörte sie dem Viktor von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst. Die Burg brannte 1858 aus, wurde aber wiederhergestellt. 1945 wurde sie stark beschädigt, und 1949/50 wurden das Torhaus und die Kapelle wiederhergestellt. Die heutige Burg hat einen unregelmäßigen Grundriss mit Flügeln auf drei Seiten und einen nach Süden geöffneten Burghof. Die Einfahrt erfolgt von Westen durch das Torhaus, neben dem sich die Kapelle befindet. Die Kapelle, erbaut zwischen 1280 und 1300, ist ein Beispiel der jungen Gotik in Schlesien mit ungleichmäßiger Einwölbung und verschiedenen Kreuzgewölben. Die Kunstgeschichte verweist auf hessische Vorbilder und Parallelen in Marburg, Frankenberg und Wetzlar.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg, Gebäude
Ort
Ratibor
Erbaut
1300
Denkmalstatus
unbewegliches Denkmal (Polen)
Seehöhe
199 m

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