📷 Bild: Wikimedia Commons
Zisterzienserinnenabtei Marquette
Kloster in Frankreich
Die Zisterzienserinnenabtei Marquette war ein Kloster der Zisterzienserinnen in Marquette-lez-Lille, Département Nord, Frankreich. Es wurde 1226 von Johanna von Flandern gestiftet und bis 1791 bestand. Die Abtei lag am Ufer der Deûle und war Teil einer Gruppe von 13 Zisterzienserinnenklöstern, die um 1200 in der Region entstanden. Sie standen im Gegensatz zu nur fünf Zisterzienserklöstern, die in der gleichen Zeit gegründet wurden. Die Abtei war bekannt für ihre Größe und Bedeutung in Frankreich. Sie wurde 1791 durch die Französische Revolution zerstört und später als Industriegelände genutzt. Erst ab 2003 wurde sie archäologisch untersucht und 2005 als historisches Denkmal geschützt. Die Abtei ist auch für die 1270 entstandene Bibel von Marquette bekannt, die heute im J. Paul Getty Museum in Los Angeles aufbewahrt wird. Die Abtei umfasste ein großes Areal, das bis in die Zeit um 1686 dokumentiert ist. Heute sind Reste der ehemaligen Anlagen sowie Grabungen zu besichtigen. Die Umgebung bietet Ausblicke auf die Deûle und die umliegende Landschaft. Die Abtei ist Teil der Region, in der viele andere Zisterzienserinnenklöster aus der gleichen Zeit existierten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Abtei
- Ort
- Marquette-lez-Lille
- Denkmalstatus
- eingetragenes historisches Denkmal
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