📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Immendorf
abgegangenes Bauwerk im Bezirk Hollabrunn, Niederösterreich
Schloss Immendorf war ein ehemaliges Schloss in der Marktgemeinde Wullersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Es lag im Ort Immendorf und war bis in das 20. Jahrhundert als Kastellburg mit vier höhren Türmen bekannt. Die Anlage wurde mehrmals im Laufe der Geschichte umgebaut, wobei der letzte Umbau 1850 erfolgte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Kunstdepot genutzt und schließlich im Jahr 1945 vollständig in Flammen aufgegangen. Der Brand im Jahr 1945 zerstörte zehn Hauptwerke von Gustav Klimt sowie weitere wertvolle Bilder. Die Ruine wurde nach dem Brand als Steinbruch genutzt und bis auf die Grundmauern abgetragen. Die lokale Polizei berichtete einen Jahr später von einem Brand, der einer SS-Einheit der Division „Feldherrnhalle“ zugeschrieben wurde, was jedoch von Kunsthistorikerin Tina Maria Storkovich in Frage gestellt wurde. Die Anlage war einst Sitz ritterlicher Gefolgsleute und wurde mehrfach adaptiert. Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als ein Per(n)hardus de Immendorf erstmals erwähnt wurde. Die Ruine ist heute nicht mehr erhalten, doch die Geschichte des Schlosses und seiner Zerstörung bleibt ein Teil der regionalen Geschichte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Wullersdorf
In der Nähe
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