Kloster und Schloss Bebenhausen
Kloster und Schloss Bebenhausen liegen auf einer Lichtung im Schönbuch, dem großen Waldgebiet nördlich von Tübingen. Die Anlage vereint zwei Nutzungen, die selten so vollständig nebeneinander erhalten sind: eine mittelalterliche Zisterzienserabtei und ein Jagdschloss des 19. Jahrhunderts, das in ihre Gebäude eingebaut wurde. Gestiftet wurde das Kloster vermutlich 1183 von Pfalzgraf Rudolf I. von Tübingen; 1187 verbriefte Herzog Friedrich VI. das Recht auf Holzeinschlag im Reichswald Schönbuch, 1193 bestätigte Kaiser Heinrich VI. die Gründung. Zunächst siedelten Prämonstratenser hier, vor 1189/90 übernahmen zwölf Zisterziensermönche aus dem Kloster Schönau unter Gründungsabt Diepold. Nach der Reformation von 1534 diente die Anlage als Klosterschule, später als Jagdschloss der Könige von Württemberg und nach 1945 als Sitz des Landtags von Württemberg-Hohenzollern; das letzte württembergische Königspaar verbrachte hier seinen Lebensabend. Die Klosterkirche ist bis heute evangelische Pfarrkirche. Beim Rundgang sieht man den Kreuzgang als Herzstück der Klausur und zwei gewölbte Refektorien, dazu die Schlossräume: den Blauen und den Grünen Saal, die Schlossküche als technisches Denkmal der Königszeit und das Badezimmer der Königin. Standardführungen laufen im Sommerhalbjahr; wer allein gehen will, kann die kostenlose App Monument BW nutzen. Der umgebende Schönbuch bietet sich für eine anschließende Wanderung an.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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