Bürgle (Gundremmingen)

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SchwabenBezirk Schwaben

Bürgle (Gundremmingen)

spätantikes Kastell des römischen Donau-Iller-Rhein-Limes im Gebiet des heutigen Gundremmingen im Landkreis Günzburg

Das Bürgle bei Gundremmingen war ein spätantikes Kastell des römischen Donau-Iller-Rhein-Limes in der Provinz Raetia secunda. Es liegt zwischen Gundremmingen und Aislingen auf einer Böschung, die die tertiäre Hochebene vom sumpfigen Donauried trennt. Die Kuppe war 700 m südwestlich des Vicus am Aschberg und 500 m abseits der römischen Donau-Südstraße gelegen. Die Anlage war 60 × 25 m groß und lag 70 m über der Donau. Die Besatzung des Bürgles wird mit germanischen Foederaten und einer Einheit der cohors V Valeria Frygum in Verbindung gebracht. Die Ausgrabungen zeigten eine Lagerfläche von 0,16 ha mit einer Außenmauer von drei Metern Breite. Die Münzen belegen eine Konstruktionszeit Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. und eine Zerstörung im späten 4. Jahrhundert. Die Ausgrabungen durch Paul Zenetti und Gerhard Bersu ermöglichten die Rekonstruktion des Grundrisses. Die Anlage umfasste eine Lagerstraße mit Mannschaftsunterkünften und einen vermutlichen Kommandantenwohntrakt mit Hypokaustheizung. Die Innenbebauung enthielt 18 Herdstellen. Die Kuppe war von einem Graben umgeben, der als Spitz- oder Sohlgraben ausgeführt war. Die Ausgrabungen zeigten auch Funde wie Pferdegeschirr und Webgewichte, die auf die Anwesenheit von Frauen hinweisen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Gundremmingen
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland
Quellen:Bürgle (Gundremmingen) (CC0-1.0)

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