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Gymnasium Wasagasse
Wiener Gymnasium
Das Gymnasium Wasagasse liegt im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund, genauer gesagt in der Wasagasse 10. Es wurde 1869 bis 1871 nach Plänen von Heinrich von Ferstel errichtet und 1871 als K. K. Real- und Obergymnasium eröffnet. Das Gebäude, ein Rohziegelbau, umfasst auch ein Miethaus. Von 1877 bis 1895 hieß es K. K. Staatsgymnasium, ab 1895 Maximilians-Gymnasium. Das Gymnasium war über Jahrzehnte ein Zentrum für das jüdische Bürgertum, wobei um 1900 70 % der Schüler jüdisch waren. Während der NS-Zeit wurde die Schule von der NSDAP genutzt, und die Räume dienten als Büro der Gauleitung. 1945–1953 befand sich hier das Zentralkomitee der KPÖ. 2003 startete das Projekt „Erinnern“, um die Geschichte der jüdischen Schüler zu erforschen. Seit 2009/10 ist Johannes Bauer Schulleiter. Die Schule bietet humanistische Bildung an, mit Latein und Altgriechisch als zweite und dritte Fremdsprachen. Englisch ist obligatorisch, Französisch und Italienisch sind optional. Spanisch kann im Realgymnasium gewählt werden. Die Schüler nehmen an Wettbewerben wie dem Wiener Englisch/Französisch-Redewettbewerb teil. Etwa 90 % der Schüler erreichen die Oberstufe. Das Gymnasium ist auch Gastschule für chinesische Kinder und verfügt über zwei Turnsaale. Die Nox Latina, eine Veranstaltung zur Latein-Literatur, findet seit 2007 hier statt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schulgebäude, Gymnasium
- Ort
- Alsergrund
- Adresse
- Wasagasse 10
- Erbaut
- 1871
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
- Website
- http://www.bg9.at/
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