📷 Bild: Wikimedia Commons
Ritterstift Odenheim
Kloster in Deutschland
Das Ritterstift Odenheim wurde um 1110–1118 auf dem Wigoldesberg bei Östringen als Benediktinerkloster gegründet und später in ein Tal verlegt. Es war ein Hauskloster der Grafen von Lauffen und wurde 1494 in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt. Die Anlage wurde im Deutschen Bauernkrieg 1525 zerstört und später als Steinbruch genutzt. Die letzten baulichen Überreste existierten bis ins 17. Jahrhundert in einem Meiereihof. Das Stift war bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts ein bedeutender Wirtschafts- und Seelsorgezentrum. 1184 erhielt es die Seelsorge in der Pfarrkirche von Odenheim, und 1191 wurde es von Papst Coelestin III. unabhängig gemacht. Um 1200 erlebte das Kloster seine Blütezeit, wodurch Odenheim wirtschaftlich aufblühte. Es besaß Güter in mehreren Regionen und war bis 1330 eine Reichsvogtei. Die Klosteranlage wurde ab 1377 wehrhaft ausgebaut, mit Mauern, Wassergraben und Türmen. Im 15. Jahrhundert verfiel die Moral der Mönche, was zur Umwandlung in ein Ritterstift führte. Das Stift bestand aus Adligen und Doktoranden, die die Besitzungen weiterführten. Die letzte Verlegung erfolgte 1507 nach Bruchsal, wobei Odenheim weiterhin Stiftshöfe beherbergte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Östringen
In der Nähe
- Waldangelbach2.6 km
- Burg Waldangelloch3.5 km
- Schloss Michelfeld4.9 km
- Katzbach3.3 km
- Angelbachtal5.3 km
- Schloss Eichtersheim5.5 km
QR-Code