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Kastell Osterburken
Ehemaliges römisches Militärlager in Osterburken
Das Kastell Osterburken war ein römisches Militärlager am Vorderen Limes, der Grenze zwischen Germania superior und der römischen Kaiserprovinz. Es liegt in der Hager Flur, westlich der Limesstraße, am Südhang des Kirnautales in Osterburken. Die Anlage wurde im Talgrund der Kirnau errichtet, einem feuchten und hochwassergefährdeten Bereich. Das Kastell war Teil des Obergermanisch-Rätischen Limes, das 1988 zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde. Es war für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben zuständig und wurde durch einen Anbau zum Doppelkastell erweitert. Die römischen Soldaten konnten den Limes von Norden und Süden beobachten, da an den Hängen Limeswachtürme standen. Die Lage des Kastells war strategisch, da es den Fluss überwachte und den Schiffs- und Straßenverkehr kontrollierte. Die Anlage war jedoch von militärischen Nachteilen geprägt, etwa der südlichen Talflanke, die Angriffe ermöglichte. Die Planer wogen diese Nachteile gegen die Vorteile der Flussnähe ab. Die Anlage wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. errichtet und war Teil einer umfassenden Ausbaumaßnahme des Limes. Im Kastell und dem angrenzenden Lagerdorf wurden zahlreiche Funde gemacht, darunter Münzen, Gegenstände und Inschriften. Besonders bekannt sind das Kohortenbad I und das Mithrasrelief, das 1861 entdeckt wurde. Die Forschung begann im 19. Jahrhundert, als die Schuttwälle der Wehrmauer noch sichtbar waren. Die Grabungen führten zu einer Neubewertung der Anlage, die bis in die 2000er Jahre andauerte. Die Anlage ist ein zentraler archäologischer Referenzpunkt für den Limesabschnitt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte
- Ort
- Germania superior
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
- Seehöhe
- 256 m
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