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Ringwall Eisenköpfe

Burg in Hessen, Deutschland

Der Ringwall Eisenköpfe ist eine ringförmige Anlage aus der Latènezeit, die sich in der Gemeinde Dautphetal im Landkreis Marburg-Biedenkopf befindet. Er umschließt eine Fläche von etwa 7 Hektar und hat einen Umfang von etwa 1040 Metern. Die Anlage liegt auf der Kuppe der „Eisenköpfe“, die 497,80 Meter hoch ist und im Osten des Rheinischen Schiefergebirges in einer Zone erzführender Diabase liegt. Die Anlage wurde 1985 entdeckt und in den Jahren 2002 und 2003 untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Siedlung nicht durch einen Wall gesichert wurde, sondern natürliche Hangkanten genutzt wurden, um eine eingetiefte Palisade zu bauen. Auf der Kuppe wurden Gebäude mit Pfostenwerken in Tonschieferschichten sowie Reste von Getreidespeichern gefunden. In der Nähe lagen Schlacke und ein Stück Bronzefluss, was auf Metallverarbeitung hinweist. Die Besiedlung der Kuppe begann wahrscheinlich um 250 v. Chr. und dauerte etwa 200 Jahre. Die Anlage wurde zeitgleich mit der Ringwallanlage Rimberg bei Caldern, die etwa 9 km entfernt liegt, besiedelt. Die Anlage besteht aus mehreren flachen Wällen und Gräben sowie einem zangenartigen Abschnitt am südwestlichen Sporn. Die Struktur der Anlage und die Funde zeigen, dass sie ein zentraler Ort der Siedlung war.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg, Archäologische Stätte
Ort
Hommertshausen
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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