📷 Bild: Wikimedia Commons
Fundstelle Kamegg
Denkmalgeschütztes Objekt in Gars am Kamp (129238)
Die Fundstelle Kamegg liegt im Waldviertel von Niederösterreich, unterhalb einer Talverengung am östlichen Ufer des Kamp. Sie ist eine jungpaläolithische Wohnstätte aus der Altsteinzeit und wurde durch den Heimatforscher Karl Docekal entdeckt. Die Fundstelle wurde später durch die Ziegelei stark verändert, doch sie bleibt ein bedeutender urzeitlicher Fundplatz. Die Region um Kamegg war in verschiedenen Epochen der Urgeschichte besiedelt. Die Grabungen begannen 1931 unter der Leitung von Josef Bayer, doch die Arbeiten wurden nach kurzer Zeit abgebrochen. Später wurden weitere Forschungen durchgeführt, darunter eine Probegrabung 1984 und eine Geostratigraphie-Untersuchung 1991. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind bislang nicht veröffentlicht, doch sie könnten neue Erkenntnisse über die Datierung der Fundstelle liefern. Das Areal der Fundstelle ist unter Denkmalschutz gestellt, um weitere Grabungen zu sichern. In der Fundstelle wurden Knochen von Tieren wie Pferd, Rentier und Steppenbison gefunden. Die Steingeräte zeigen eine Klingenindustrie mit einem hohen Anteil unretuschierte Klingen und verschiedene Arten von Geräten wie Bohrer und Schaber. Einige Artefakte werden mit der Gravettienkultur in Verbindung gebracht. Das Fundmaterial ist im Höbarth-Museum in Horn verwahrt. Die Funde deuten auf eine komplexe Nutzung der Region in der Jungpaläolithikum hin.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Kreisgrabenanlage
- Ort
- Gars am Kamp
- Adresse
- Taboräcker
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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