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Kupferbergbau auf der Kelchalpe

Archäologischer Fundplatz in Österreich

Die Kelchalpe bei Aurach im Tiroler Oberinntal beherbergt Spuren eines vorzeitlichen Kupferbergbaus aus der Spätbronzezeit. Die Entdeckung durch M. Much im 18. Jahrhundert führte zu Funden wie Steingeräte, Keramik und Tierknochen. Die Bergbauaktivitäten wurden in sogenannten Verhauen unter Tage durchgeführt, wobei Stollen bis zu eineinhalb Kilometer lang waren. Die Kelchalpe und andere Standorte wie der Mitterberg bei Bischofshofen sowie der Röhrerbühel bei Kitzbühel zeigten ähnliche Techniken. Die Kelchalpe ist ein bedeutender Ort für die Erforschung des Kupferbergbaus, da die Funde den gesamten Aufbereitungsprozess der Spätbronzezeit nachvollziehen lassen. Auf der Kelchalpe sind die Pingen unregelmäßig verteilt und zeigen den Verlauf der Stollen. Die Werkzeuge bestehen aus erratischem Granit und wurden nahe den Pingen hergestellt. Im Gegensatz zum Mitterberg fehlen hier Spuren einer Schmelzstätte, da Schmelzen auf den Höhen nicht möglich war. Die Bergleute wurden durch lokale Almwirtschaft versorgt. Auf der Kelchalpe lassen sich die Spuren der Bronzezeit noch erkennen, obwohl viele durch späteren Bergbau verwischt wurden. Die Funde sind in der Studiensammlung und im Stadtmuseum Kitzbühel ausgestellt. Die Kelchalpe ist Teil eines Netzwerks von Bergbauorten, darunter auch die Bachalm. Die Pingen und Stollen zeigen, dass der Bergbau in der Region intensiv und systematisch durchgeführt wurde. Die Kelchalpe ist ein wichtiger Zeugnis für die technischen Fähigkeiten der Spätbronzezeit.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Aurach bei Kitzbühel

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